Ich bin "gaga" ... na und?

Veröffentlicht auf von Gefangener-Engel

So manch ein Leser meines Tagebuches wird wohl schon leicht verwirrt von mir sein ... mich für "sprunghaft" halten ... mir nicht mehr "folgen" können ... denken, dass ich ´se wirklich nicht mehr alle hab´!?

Abgesehen davon, dass es ja (oberflächlich gesehen) STIMMT, dass ich "nicht mehr alle Hühner auf dem Balkon" habe(n kann), würde ich es spätestens jetzt selbst von mir glauben ...

Und ich kann Euch versichern, es wird in der nächsten Zeit noch doller mit mir werden ... in mir arbeitet etwas so Gewaltiges, dass ich weder an Gefühle noch Gedanken kommen werde - oder besser gesagt: ich kann den Gedanken (noch) nicht die richtigen, also die wahren, Gefühle zuordnen ...

... es ist wie so ein abgehackt laufender Film ... der gehässigerweise auch zwischendurch mal rückwärts läuft ... dann wieder vorwärts ... dann kommen Bildchen aus einem völlig anderen Film dazu ...

... eben das komplette Programm von etwas, was man so gar nicht gebrauchen kann ... denke ich dann.

Jedenfalls werde ich versuchen, sämtliche "Gedanken-Splitter" hier festzuhalten - und es wird sicherlich schwer fallen, mir noch folgen zu können, doch dies wird sich wohl nicht vermeiden lassen!

... ich glaube mittlerweile auch, dass ich durch das Schreiben in diesem Tagebuch die bisher geschehenen Ereignisse noch mehr verinnerlichen konnte ... verarbeiten konnte ... viele Erinnerungen noch einmal, mit mehr Abstand, Nach-Empfinden konnte ... das Kind in mir konnte sich wieder ein Stück mehr verstanden fühlen ...


... konnte, konnte, konnte ...

JA, VERDAMMT ... ich KANN ... ich MÖCHTE ...  und

ICH WERDE mich auch aus dieser ganzen SCHEISSE da rausziehen ...

... weil ICH es NICHT VERDIENT habe, da zu leben ...




... und das Kind, das ich war, ERST RECHT NICHT ...


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Veröffentlicht in meine "Befreiung"

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P
P.S.: Nähe/Bindung war nach dem Vorfall mit dem Pädophilen nicht mehr, das Vertrauen war entgültig zerstört. Aber ich habe sie nie schelcht behandelt, eher "toleriert" und es aufgegeben um ihre Liebe zu kämpfen, ich wollte sie danach nicht mehr, da auch meine Liebe zu ihr unwiderruflich zerstört war.
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G
<br /> <br /> Bei mir fühlte es sich anfangs auch so an - HEUTE weiß ich, es war nicht wirklich Liebe, denn Liebe ist für mich etwas "REINES" ... was ich als Kind aber empfand, würde ich heute als absolute<br /> ABHÄNGIGKEIT bezeichnen ... ich habe IMMER auf ein "Zeichen" ihrer Liebe gewartet, nicht eines, was ich sehe (z.B. wenn sie mir etwas Materielles geschenkt hat usw.) ... sondern ein Zeichen in<br /> ihrer Stimme, in ihren Augen ... ein Zeichen eben, das ich FÜHLE, dass sie mich liebt. Vielleicht konnte auch sie sich durch all ihre Schuldgefühle einfach selbst nicht mehr spüren - sie hat die<br /> Augen vor den Tatsachen zumachen müssen, damit sie ihre "Schuld" nicht mehr fühlen braucht ... oft stelle ich mir die Frage: Kann sie etwas dafür, das der Mensch bzw. die Seele SO funktioniert?<br /> Sie "wollte" mich für irgendetwas bestrafen ... hat sich im Endeffekt aber am meisten SELBST bestraft ...<br /> <br /> <br /> <br />
P
Ich weiß, warum meine Mutter so war, wie sie war und ich habe ihr deshalb auch verzeihen können. Sie hatte sich schon zu Lebzeiten selber genug "bestraft". Sie litt schon immer unter schweren Depressionen und ich weiß auch, dass sie damals nicht anders konnte grade wegen ihren Depressionen. Weißt du, sie hätte mich 2x sterben lassen, wenn meine Schwester nicht eingegriffen hätte, sie hat mich benutzt um meinen Dad "unter Kontrolle" zu behalten und sie war es auch, die mich 1 Jahr lang emotional Erpresste damit ich mit dem Pädophilen immer wieder mitfahr obwohl ich heulend vor ihr gestanden hab und sie anflehte das ich nicht dahin muss und obwohl ich ihr erzählte was der "Onkel" mit mir machte. Das ist nicht so leicht zu verzeihen, aber ich hab es geschafft, nur die Folgen, die hab ich jetzt zu verarbeiten.
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G
<br /> <br /> Ich habe an mir (bisher) festgestellt: Ich, mit dem Verstand von heute, kann ihr verzeihen - aber das Kinde, das ich war, hat ein Recht, WÜTEND, TRAURIG und VERLETZT zu sein ... und davon wird<br /> wohl auch immer ein Rest bleiben ... Meine Mutter "wusste" es auch ... auch sie hat mich oft DORTHIN geschickt, weil ich ihr in meinem Verhalten wohl zu anstrengend war, und sie "einfach nur IHRE<br /> Ruhe haben wollte". Sie hat natürlich auch meine "Verletzungen gesehen" und mich regelmäßig eingecremt ... aber selbst DAS hat sie zum Schluss noch abgestritten - sie KONNTE es einfach nicht<br /> glauben, denn dann hätte sie auch zugeben müssen, dass sie mich, wenn ich "so komische" Geschichten erzählte, für "DIESE" Lüge auch noch verprügelt hat ... am meisten weh tat, wenn ich doch<br /> einfach nur mal von ihr in den Arm genommen werden wollte und sie dann sagte: "Ich kann Dich nicht liebhaben - ich ekel mich vor Dir!" .... sie ekelte sich vor mir, weil ich DAS, was "ER" mit mir<br /> gemacht hat, zu Hause oft "nachgespielt" habe ...<br /> <br /> ... sie hat unendlich viel Schuld auf sich geladen ... ich wünsche ihr sehr, dass sie dort, wo sie jetzt ist, SIE SELBST sein darf!!!<br /> <br /> <br /> <br />
P
In dem Punkt hatte ich Glück, ich leide nicht an posttraumatischen Belastungsstörungen, so dass mir plötzliche Bilder erspart bleiben, allerdings konnte ich mich auch die ganze Zeit daran erinnern. Ich habe größere Probleme den "seelischen Missbrauch" von meiner Mutter zu verarbeiten bzw. die Folgen davon, das mit dem Pädophilen hab ich zum Glück mit Hilfe meines Vaters gut verarbeiten können. Mach ruhig deine Gedankensprünge, die Seite ist schließlich da, damit du das verarbeiten kannst :o)
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G
<br /> <br /> Ja, das mit der Mutter kenn ich - mag vielleicht daher schlimmer sein, weil es keine größere Nähe/Bindung zu einem anderen Menschen geben kann: wir waren "in ihr" ... und brauchten sie, um auf<br /> die Welt zu kommen ...!? Wir hatten, glaube ich, ALLE am Tag unserer Zeugung schon die Arschkarte = wir WURDEN von einem anderen Menschen abhängig gemacht, um wachsen zu können ... und später<br /> schüren sie u.a. auch noch Ängste, die uns noch mehr an sie "klammern", weil wir ja glauben MÜSSEN, wir könnten dies oder das nicht = aber HEUTE weiß ich, dass mir Unrecht getan wurde, denn was<br /> ich als KIND gedacht und gefühlt habe, war RICHTIG, EBEN weil ich ein KIND war!!! Ich bin erleichtert, dass auch Du wenigstens einen Vater hattest, der Dich spüren ließ/lässt, dass DU etwas WERT<br /> bist!!! Da haben wir beide richtig Glück gehabt!!! Ich habe meiner Mutter verziehen, besser gesagt: ich stelle sie mir immer als kleines Kind vor,<br /> und dann frage ich mich, was bei ihr schiefgelaufen ist, dass sie nicht mehr spüren konnte, wie weh sie mir getan hat ... und dieses Kind liebe ich OHNE ENDE!!!<br /> <br /> <br /> <br />