"Spuren im Sand"

Veröffentlicht auf von Gefangener-Engel

Spuren im Sand

Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene, und die meines Herrn.


Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.


Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.

Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"




Da antwortete er:


„Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."







(Von: Margaret Fishback Powers
Copyright © 1964 Margaret Fishback Powers
Übersetzt von Eva-Maria Busch
Copyright © der deutschen Übersetzung 1996)

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Veröffentlicht in ! Nachdenken

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G
@ applebag: mir geht es auch jedes Mal unter die Haut!!! Ich habe auch irgendwann in meinem Leben den Glauben verloren ... und ich glaube, da fing ich an, richtig krank zu werden ...... durch meine Erinnerungen kam auch der Glaube zurück ... eigentlich hört sich das völlig paradox an ...
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A
Bei diesem Gedicht muss ich jedes Mal weinen...Es hat für mich eine sehr große Bedeutung. Ich bin gläubig katholisch und hab nach dem Tod meines Opas meinen Glauben fast verloren....Bis ich dieses Gedicht gehört habe...das war einfach nur wie eine warme Decke die sich um mich gelegt hat...
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