Bin ich ein schlechter Mensch? (01)
Was die Frage "Bin ich ein schlechter Mensch" betrifft, so hängt diese mit dem ersten Todes-Tag meiner Mutter zusammen. Ein Jahr ist ja nunmal wirklich noch nicht lange, wenn es um den Tod der eigenen Mutter geht ... und eigentlich müsste es höllisch wehtun ... man müsste sie vermissen ... unendlich traurig usw. sein ...
... aber, ES TUT MIR LEID - aber ich fühle da NICHTS ... wie gerne würde ich um sie weinen können! Sie war sicherlich kein schlechter Mensch ... sie wird auch als Mutter ihr Bestes gegeben haben ...
... aber soll ich lügen ... Gefühle heucheln ... so tun als ob ... NUR, damit "andere" sich besser fühlen? Ich kann es nunmal nicht ändern, dass Menschen SO "funktionieren" ... und das Kind, dass ich war, hat verdammt noch mal das RECHT, enttäuscht zu sein, weil es von ihrer Seite her NIE Hilfe gab, wenn es um "ihn" oder den späteren Vermieter ("nur" sex. Belästigung)im Keller) oder ihrem zweiten Ehemann (einfach nur menschen-verachtendes Verhalten!) ging!!! Sie hat ALLES gewussst ... mir aber NIE geglaubt ... und es geht hier verdammt noch mal nicht um eine kaputte Puppe, weswegen ich ein "schwieriges Kind" war ...
Sicherlich kann ich mir mit dem Verstand von heute erklären, dass ihre "Gleichgültigkeit" eine reine Hilflosigkeit war - doch da ich, bildlich gesehen, wie zwei Personen denke und fühle = 1x das Kind, das ich war und 1x der Mensch heute ... dazwischen ist NICHTS - der Sprung zwischen diesen zwei Welten also einfach zu groß!
Ich bin Gott sei Dank kein rachsüchtiger Mensch und somit mächtig froh, dass ich ihr wirklich von ganzem Herzen wünsche, dass es ihr nun dort, wo auch immer sie hingegangen sein mag, freier und somit glücklicher ist, als zu Lebzeiten ... denn sie "wusste", dass sie unendliche Schuld auf sich geladen hat, indem sie mich in diesen Situationen im Stich gelassen hat, weil sie mir nicht geholfen hat und immer behauptete, ich würde LÜGEN ...
... egal was ich sagte bzw. was ich tat ... ES WAR NIE GUT GENUG!!!
Dass ich, kurz nach den ersten Erinnerungen, den Kontakt zu ihr abgebrochen hatte, hatte verschiedene Gründe, zwei davon schon sehr gravierend, möchte ich behaupten (dazu werde ich so nach und nach schreiben). Als ich im vergangengen Jahr, also ein Jahr nach Kontakt-Abbruch, erfuhr, dass sie wohl totkrank wäre, stand für mich fest, dass ich ihr die Hand reiche ... nicht aus Mitleid ... als ein Zeichen, ihr (irgendwann) vergeben zu können ...
... ich wollte ihr auch die Möglichkeit dadurch bieten, ihr Gewissen zu bereinigen - da ich ihr wirklich von ganzem Herzen gewünscht habe, dass sie in Frieden gehen kann!!! Vor allem mit sich selber im Frieden gehen kann!
Für mich war diese Situation nicht gerade eine meiner leichtesten: ich war gerade mal knapp 6 Wochen aus der Trauma-Klinik entlassen, wo ich drei Monate vollstationär war. Eine wirklich harte Zeit!!! Jeder, der schon mal für längere Zeit in einer Psychiatrischen Einrichtung war, weiß, wie schwer und mühselig es ist, nach der Entlassung wieder sich selbst überlassen zu sein und dass die eigene Wohnung erstmal kein wirkliches Zuhause ist!?
Jedenfalls erhielt ich durch meinen Bruder, per SMS (die Vorgeschichte dazu folgt später mal) die Nachricht über ihren Gesundheitszustand ... samstags-abends, fast schon nachts ... mich hat es fast in eine Psychose geschossen - und es hätte nicht viel gefehlt, da wäre ich Tage später zwangs-eingewiesen worden, wenn ich nicht freiwillig zugestimmt hätte. Ich hatte gespürt, dass irgend etwas ANDERS war als sonst ... heute weiß, dass ich wirklich an der Schwelle zum "Wahnsinn" (Psychose) stand ...
... oh mein Gott, Leute ... DA möchte ich NIEMALS reingeraten!!! Mir hat DIESE Erfahrung mehr als gereicht!
Ich war also nach drei Monaten Trauma-Klinik, sechs Wochen zu Hause, und dann über sechs Wochen in der Psychiatrie ... musste ein Medikament (Tavor, 3x tgl. 1 mg) nehmen, von dem ich IMMER gehofft habe, dass mir dieses "erspart" bleibt. Wobei ich sagen muss: OHNE dieses Medikament hätte ich das alles nicht annähernd so "gut" überstehen können.
Während des Klinik-Aufenthaltes fing ich an, meine Mutter zu besuchen - allerdings nicht alleine, da ALLE, die mich therapeutisch begleiten, davon abgeraten haben. Und ehrlich gesagt, wusste ich, dass sie Recht hatten ...
... dass sie bereits ein paar Tage im Krankenhaus lag, und dies auch nicht mehr lebend verlassen würde, habe ich eher durch ZUFALL erfahren - was ich ehrlich gesagt schon mehr als traurig finde ... und mich sogar ordentlich wütend macht = jedenfalls für meine Verhältnisse! Zum Glück hatte ich noch die Gelegenheit, mich einen Tag vor ihrem Tod von ihr zu verabschieden. Am 05. Dezember 2007, am späten Nachmittag (sorry, aber die genaue Zeit weiß ich leider nicht!) erfuhr ich dann, durch ihren zweiten Mann, abends um kurz nach 22 Uhr (!!!), dass sie eingeschlafen sei. (Hierzu muss ich später auch noch mal etwas schreiben - aber jetzt wäre ich damit überfordert)
Was die Beerdigung betrifft, so wurde mir hier ebenfalls eindringlich abgeraten, dorthin zu gehen ... wobei ich betonen muss: VERBIETEN durften sie es natürlich nicht - doch aus Jux und Dollerei raten sie einer Tochter sicherlich nicht ab, zur Beerdigung der eigenen Mutter zu gehen!!! Ich habe gesagt, dass ich mich erst an DEM Tag entscheiden kann und werde - zumal ich ja nie sagen kann, wie es mir am nächsten Tag geht ... das ist ja auch heute noch der Fall! Doch mir war völlig klar, dass es für mich mehr als "sau-gefährlich" werden könnte ... je nach Verhalten des zweiten Mannes oder meines Bruders = meine Trigger-Gefahr lag in dieser Zeit eh schon bei 1.000 Prozent!
Kommt es wirklich darauf an, WO man an diesem Tag Abschied nimmt? Ich habe mich von ihr, am Tag ihrer Beerdigung, in einer Kirche verabschiedet ... und zu Hause brannte stets eine Kerze ...
... muss ich mich wirklich SCHULDIG fühlen, dass ich nicht zu MEHR in der Lage war? Muss ich mir Schuldgefühle machen, dass ich sie nicht vermisse? Bin ich "kalt", weil ich nicht um sie weinen kann? Bin ich schlecht, weil ich mich für sie freue, dass es ihr dort, wo sie ist, NUR besser gehen kann? Bin ich hart, wenn ich ihr, wenn ich das Gefühl habe, sie wäre gerade "da", sage: "Schön, dass Du da bist! Du brauchst Dir um mich bitte keine Sorgen machen - Du WEISST ja jetzt, dass ich Dir nichts zu vergeben habe ... aber gib dem Kind, dass ich war, noch die Zeit, die es braucht, um es auch spüren zu können (!!!) - auf mich brauchst Du hier nicht aufpassen ... kümmere Dich um Deinen Sohn ... der leidet sicherlich höllisch!!!"
Und sie praktisch wieder "fortschicke"?
DARF ich nicht so denken und fühlen, wie ich halt denke und fühle:
... aber, ES TUT MIR LEID - aber ich fühle da NICHTS ... wie gerne würde ich um sie weinen können! Sie war sicherlich kein schlechter Mensch ... sie wird auch als Mutter ihr Bestes gegeben haben ...
... aber soll ich lügen ... Gefühle heucheln ... so tun als ob ... NUR, damit "andere" sich besser fühlen? Ich kann es nunmal nicht ändern, dass Menschen SO "funktionieren" ... und das Kind, dass ich war, hat verdammt noch mal das RECHT, enttäuscht zu sein, weil es von ihrer Seite her NIE Hilfe gab, wenn es um "ihn" oder den späteren Vermieter ("nur" sex. Belästigung)im Keller) oder ihrem zweiten Ehemann (einfach nur menschen-verachtendes Verhalten!) ging!!! Sie hat ALLES gewussst ... mir aber NIE geglaubt ... und es geht hier verdammt noch mal nicht um eine kaputte Puppe, weswegen ich ein "schwieriges Kind" war ...
Sicherlich kann ich mir mit dem Verstand von heute erklären, dass ihre "Gleichgültigkeit" eine reine Hilflosigkeit war - doch da ich, bildlich gesehen, wie zwei Personen denke und fühle = 1x das Kind, das ich war und 1x der Mensch heute ... dazwischen ist NICHTS - der Sprung zwischen diesen zwei Welten also einfach zu groß!
Ich bin Gott sei Dank kein rachsüchtiger Mensch und somit mächtig froh, dass ich ihr wirklich von ganzem Herzen wünsche, dass es ihr nun dort, wo auch immer sie hingegangen sein mag, freier und somit glücklicher ist, als zu Lebzeiten ... denn sie "wusste", dass sie unendliche Schuld auf sich geladen hat, indem sie mich in diesen Situationen im Stich gelassen hat, weil sie mir nicht geholfen hat und immer behauptete, ich würde LÜGEN ...
... egal was ich sagte bzw. was ich tat ... ES WAR NIE GUT GENUG!!!
Dass ich, kurz nach den ersten Erinnerungen, den Kontakt zu ihr abgebrochen hatte, hatte verschiedene Gründe, zwei davon schon sehr gravierend, möchte ich behaupten (dazu werde ich so nach und nach schreiben). Als ich im vergangengen Jahr, also ein Jahr nach Kontakt-Abbruch, erfuhr, dass sie wohl totkrank wäre, stand für mich fest, dass ich ihr die Hand reiche ... nicht aus Mitleid ... als ein Zeichen, ihr (irgendwann) vergeben zu können ...
... ich wollte ihr auch die Möglichkeit dadurch bieten, ihr Gewissen zu bereinigen - da ich ihr wirklich von ganzem Herzen gewünscht habe, dass sie in Frieden gehen kann!!! Vor allem mit sich selber im Frieden gehen kann!
Für mich war diese Situation nicht gerade eine meiner leichtesten: ich war gerade mal knapp 6 Wochen aus der Trauma-Klinik entlassen, wo ich drei Monate vollstationär war. Eine wirklich harte Zeit!!! Jeder, der schon mal für längere Zeit in einer Psychiatrischen Einrichtung war, weiß, wie schwer und mühselig es ist, nach der Entlassung wieder sich selbst überlassen zu sein und dass die eigene Wohnung erstmal kein wirkliches Zuhause ist!?
Jedenfalls erhielt ich durch meinen Bruder, per SMS (die Vorgeschichte dazu folgt später mal) die Nachricht über ihren Gesundheitszustand ... samstags-abends, fast schon nachts ... mich hat es fast in eine Psychose geschossen - und es hätte nicht viel gefehlt, da wäre ich Tage später zwangs-eingewiesen worden, wenn ich nicht freiwillig zugestimmt hätte. Ich hatte gespürt, dass irgend etwas ANDERS war als sonst ... heute weiß, dass ich wirklich an der Schwelle zum "Wahnsinn" (Psychose) stand ...
... oh mein Gott, Leute ... DA möchte ich NIEMALS reingeraten!!! Mir hat DIESE Erfahrung mehr als gereicht!
Ich war also nach drei Monaten Trauma-Klinik, sechs Wochen zu Hause, und dann über sechs Wochen in der Psychiatrie ... musste ein Medikament (Tavor, 3x tgl. 1 mg) nehmen, von dem ich IMMER gehofft habe, dass mir dieses "erspart" bleibt. Wobei ich sagen muss: OHNE dieses Medikament hätte ich das alles nicht annähernd so "gut" überstehen können.
Während des Klinik-Aufenthaltes fing ich an, meine Mutter zu besuchen - allerdings nicht alleine, da ALLE, die mich therapeutisch begleiten, davon abgeraten haben. Und ehrlich gesagt, wusste ich, dass sie Recht hatten ...
... dass sie bereits ein paar Tage im Krankenhaus lag, und dies auch nicht mehr lebend verlassen würde, habe ich eher durch ZUFALL erfahren - was ich ehrlich gesagt schon mehr als traurig finde ... und mich sogar ordentlich wütend macht = jedenfalls für meine Verhältnisse! Zum Glück hatte ich noch die Gelegenheit, mich einen Tag vor ihrem Tod von ihr zu verabschieden. Am 05. Dezember 2007, am späten Nachmittag (sorry, aber die genaue Zeit weiß ich leider nicht!) erfuhr ich dann, durch ihren zweiten Mann, abends um kurz nach 22 Uhr (!!!), dass sie eingeschlafen sei. (Hierzu muss ich später auch noch mal etwas schreiben - aber jetzt wäre ich damit überfordert)
Was die Beerdigung betrifft, so wurde mir hier ebenfalls eindringlich abgeraten, dorthin zu gehen ... wobei ich betonen muss: VERBIETEN durften sie es natürlich nicht - doch aus Jux und Dollerei raten sie einer Tochter sicherlich nicht ab, zur Beerdigung der eigenen Mutter zu gehen!!! Ich habe gesagt, dass ich mich erst an DEM Tag entscheiden kann und werde - zumal ich ja nie sagen kann, wie es mir am nächsten Tag geht ... das ist ja auch heute noch der Fall! Doch mir war völlig klar, dass es für mich mehr als "sau-gefährlich" werden könnte ... je nach Verhalten des zweiten Mannes oder meines Bruders = meine Trigger-Gefahr lag in dieser Zeit eh schon bei 1.000 Prozent!
Kommt es wirklich darauf an, WO man an diesem Tag Abschied nimmt? Ich habe mich von ihr, am Tag ihrer Beerdigung, in einer Kirche verabschiedet ... und zu Hause brannte stets eine Kerze ...
... muss ich mich wirklich SCHULDIG fühlen, dass ich nicht zu MEHR in der Lage war? Muss ich mir Schuldgefühle machen, dass ich sie nicht vermisse? Bin ich "kalt", weil ich nicht um sie weinen kann? Bin ich schlecht, weil ich mich für sie freue, dass es ihr dort, wo sie ist, NUR besser gehen kann? Bin ich hart, wenn ich ihr, wenn ich das Gefühl habe, sie wäre gerade "da", sage: "Schön, dass Du da bist! Du brauchst Dir um mich bitte keine Sorgen machen - Du WEISST ja jetzt, dass ich Dir nichts zu vergeben habe ... aber gib dem Kind, dass ich war, noch die Zeit, die es braucht, um es auch spüren zu können (!!!) - auf mich brauchst Du hier nicht aufpassen ... kümmere Dich um Deinen Sohn ... der leidet sicherlich höllisch!!!"
Und sie praktisch wieder "fortschicke"?
DARF ich nicht so denken und fühlen, wie ich halt denke und fühle:
Ich hätte NIEMALS von Dir erwartet, dass Du Dich bei mir "entschuldigst" ...
... aber hättet Du nicht 1x sagen können, dass es Dir leid tut, dass das alles so passiert ist ... oder hättest Du nicht 1x bitte sagen können, dass es nicht okay war, mich ständig als "schwieriges" Kind, dass man nicht um sich rumhaben konnte, bezeichnet zu haben ... und das bei ALLEN Leuten immer und immer wieder, wenn Du so von "Früher" erzählt hast! Hättest Du nicht wenigstens sagen können, dass es nicht in Ordnung war, dass ich bei solchen Äußerungen "anwesend" war ... als Kind schon ... und als Erwachsene auch?!?
Darf dieses Kind, dass ich sein musste, sich nicht von Dir ungeliebt fühlen?
... aber hättet Du nicht 1x sagen können, dass es Dir leid tut, dass das alles so passiert ist ... oder hättest Du nicht 1x bitte sagen können, dass es nicht okay war, mich ständig als "schwieriges" Kind, dass man nicht um sich rumhaben konnte, bezeichnet zu haben ... und das bei ALLEN Leuten immer und immer wieder, wenn Du so von "Früher" erzählt hast! Hättest Du nicht wenigstens sagen können, dass es nicht in Ordnung war, dass ich bei solchen Äußerungen "anwesend" war ... als Kind schon ... und als Erwachsene auch?!?
Darf dieses Kind, dass ich sein musste, sich nicht von Dir ungeliebt fühlen?
(Fortsetzung folgt ... ich weiß nur nicht, wann!)
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